FAQ Hanglagen
Normaleweise üben Sie auf der Range auf ebenem Untergrund. Wenn man dann auf dem Golfplatz von einer Hanglage spielen muss, kann das eine echte Herausforderung sein.
Aber keine Sorge: Mit der richtigen Körperhaltung ist es gar nicht so schwer. Alles, was Sie brauchen, ist ein wenig Übung.
Der Ball liegt oberhalb der Füße
Der Ball liegt unterhalb der Füße
Der Ball liegt oberhalb der Füße
- Wenn der Ball oberhalb Ihrer Füße liegt, müssen Sie den Schläger aufgrund der Hanglage so halten, dass der Winkel des Schaftes flacher ist, als wenn Sie im Ebenen schlagen würden. Das führt dazu, dass der Ball etwas in Richtung links vom Ziel starten wird (bei Rechtshändern). Je höher der Ball oberhalb der Füße liegt, desto mehr müssen Sie dies kompensieren, indem Sie Ihren Schläger, die Schultern und die Füße rechts vom Ziel ausrichten.
- Die Hauptgefahr in Sachen Gleichgewicht ist, dass Sie beim Schwung dazu neigen werden, nach hinten zu fallen. Dies kompensieren Sie, indem Sie Ihr Gewicht weiter nach vorne in Richtung Hang verlagern.
- Wenn Sie den Schläger kürzer als normal greifen, dann werden Sie sowohl den Schwung an sich als auch den Treffmoment besser kontrollieren können. Vergessen Sie aber nicht, dass das Kürzer-Greifen dazu führt, dass der Ball weniger weit fliegen wird.
- Sie werden mit Ihrem Schläger den Boden etwas weiter hinten treffen als normal mit dem gewählten Schläger. Richten Sie sich also so aus, dass die Ballposition etwas weiter hinten ist.
Der Ball liegt unterhalb der Füße
- Genau das Gegenteil (Ball oberhalb der Füße) trifft bei einem Ball zu, der sich unterhalb Ihrer Füße befindet: Sie werden den Schläger steiler halten müssen als im Ebenen. Das führt wiederum dazu, dass der Ball nun nach rechts vom Ziel starten wird. Richten Sie das Schlägerblatt, Ihre Schultern und Füße also links vom Ziel aus.
- Damit Sie nicht nach vorne fallen, müssen Sie Ihr Gewicht etwas nach hinten zu den Fersen hin verlagern. Tipp: Drehen Sie sowohl die Fußspitzen als auch die Knie leicht nach innen, um den Stand zusätzlich zu stabilisieren.
- Greifen Sie den Schläger so lang wie möglich und stehen Sie etwas breiter.
- Richten Sie sich so aus, dass die Ballposition etwas weiter vorne ist.
- Versuchen Sie, die Hüfte möglichst waagrecht zu halten. Das geht am besten, wenn Sie denn Ball etwas weiter nach hinten legen und Ihren Stand öffnen. Beugen Sie das vordere Knie etwas mehr als das hintere, so dass die Hüfte im Endeffekt gerade ist.
- Wenn Sie nun Ihren linken Fuß etwas zum Ziel hin drehen, wird es Ihnen leichter fallen, beim Schlagen das Gewicht zu verlagern und im Treffmoment durch den Ball zu gehen. Die richtige Gewichtsverlagerung auf das linke Bein ist in dieser Lage besonders wichtig!
- Obwohl die Hüfte eine waagrechte Ausgangssituation für Ihren Schwung hergestellt hat, müssen Sie dennoch im selben Winkel schwingen, den der Hang hat. Das geht nur dann, wenn Sie Ihren Oberkörper so ausrichten, dass die Schultern in etwa parallel zum Boden sind.
- Mit einem Probeschwung finden Sie die richtige Schwunglänge, den optimalen Rhythmus und die entsprechende Ballposition (etwa in der Mitte zwischen Ihren Füßen).
- Abhängig von der Steilheit des Hanges werden Sie einen entsprechend längeren Schläger wählen müssen, da der Ball höher und kürzer fliegen wird.
- Nehmen Sie Ihren rechten Fuß etwas weiter nach hinten und beugen Sie das rechte Knie mehr als das linke, um eine waagerechte Hüftposition zu ermöglichen.
- Richten Sie Ihre Schultern parallel zum Hang aus.
- Nutzen Sie einen Probeschwung, um die optimale Schwunglänge, den Rhythmus und die Ballposition (in etwa in der Mitte) herauszufinden. Im Extremfall werden Sie Ihr Gewicht während des gesamten Schlages auf dem linken Fuß belassen müssen, wobei der Ball etwas weiter vorne liegen sollte.
- Abhängig von der Steilheit des Hanges werden Sie einen kürzeren Schläger für diesen Schlag benötigen, da der Ball flacher und weiter fliegen wird.
Mein Tipp: In Extremfällen ist es sogar sinnvoll, quasi durch den Schlag "durchzugehen", um mit dem Hang zu schwingen und den Ball nicht in die Luft zu lupfen. Für alle vier Schläge rate ich Ihnen, einen Pro zu Rate zu ziehen, der Ihnen genau zeigen kann, wie jeder einzelne Schlag funktioniert und der Sie vor allem kontrollieren und gegebenenfalls verbessern kann.
Beobachten Sie Ihren Pro genau dabei, wie er den Ball in den verschiedenen Hanglagen schlägt, und speichern Sie diese Bilder vor Ihrem inneren Auge ab, inklusive Rhythmus und dem folgenden Ballflug. Gehen Sie das danach auf dem Platz trainieren. Bekommen Sie ein Gefühl zu dem Bild in Ihrem Kopf.